Aktuelles aus dem LAV Erdenwerk

LAV Aktuell – Gartentipps Mai

Der Garten im Mai - Was ist zu tun?

Der Wonnemonat hat begonnen und mit ihm erstrahlen Gärten in allen Farben – die Blütenpracht kennt keine Grenzen. Neben der Erholung im eigenen Gartenparadies gibt es allerhand zu tun, um dieses zu erhalten.

Ziergarten

Anfang Mai kann bereits mit der Aussaat von Sommerblumen begonnen werden. Fingerhut, Nachtkerze, Stockrose und Königskerze bringen Farbenvielfalt und Insektennahrung in den Garten. Zwiebeln und Rhizome von Dahlien, Begonien, Lilien und Gladiolen können an einem sonnigen Platz gesetzt werden. Für kälteempfindliche Blumen wie Tagetes und Aster ist es jetzt warm genug, um die Vorkultur ins Beet zu pflanzen.

Königskerze, Dahlie, Stockrose
Herbstastern und Gladiolen

Obst- und Gemüsegarten

Nach den Eisheiligen (11. – 15. Mai) kann es losgehen: endlich können sowohl die vorgezogenen Pflanzen als auch Samen ins Freie gesetzt werden. Die Anzuchten von Kürbis, diversen Kohlarten, Chili und Porree bringen wir jetzt ins Beet. Fruchtgemüse wie Tomaten und Gurken sollten vorsichtig, wenn möglich in einem zu öffnenden Gewächshaus, an die Außentemperaturen gewöhnt werden. Zucchini, Grünkohl, Rote Beete und alle Salate können direkt gesät werden. Frostempfindliche Pflanzen sollten bei entsprechenden Nachttemperaturen mit Folie, Vlies oder einer Glocke abgedeckt werden.

Nun beginnt auch die leckerste Zeit im Jahr: die ersten Erdbeeren reifen im Garten heran und bieten die erste süße Vitaminbombe im Jahr. Daneben sind immer wieder Radieschen und Salate reichhaltig verfügbar.

Erden & Substrate
frische Ernte, Erdbeeren
Hochbeete
Bodenverbesserer
Kürbisgewächs

Beikraut

Während wir uns an der Farbenpracht erfreuen, sprießen auch jene Beikräuter die man nicht im Beet haben möchte, oft als „Unkraut“ bezeichnet. Dabei sind sie für einen gesunden Garten aber durchaus nützlich. Ob Ackerwinde, Zaunwinde, Distel, Goldrute oder Sauerampfer – Beikräuter dienen den Insekten als Nahrungsquelle und sollten mindestens in einer Ecke im Garten zusammen mit anderen einheimischen Wildblumen eine Chance bekommen. Im Beet oder auf dem Weg kann man dem Wildwuchs von Beikraut mit regelmäßigem Hacken und Harken entgegenwirken, damit die Blüh- oder Gemüse- und Obstpflanzen genug Nährstoffe erhalten. Bodendecker wie Sedum, Thymian, Immergrün, Waldmeister, Gänsekresse, Grasnelke, Blaukissen und Walderdbeeren bringen zusätzlich Farbe in den Garten. Auch verhindern sie, dass der Boden austrocknet und sich die Begleitvegetation zu stark ausbreitet. Nachdem sich die Nutzpflanzen gut verwurzelt haben kann mit Rindenmulch nicht nur die Optik verbessert sondern auch das auskeimen von Samen unterbunden und der Boden feucht gehalten werden.

Rhododendron
Bodendecker Blaukissen

Rasen

Wer statt einem bunten Bodendecker-Teppich einen englischen Rasen bevorzugt sollte nun in regelmäßigen Abständen seinen Rasen mähen und für ausreichend Feuchtigkeit sorgen. Einen neuen Rasen anlagen kann man ab circa 8°C Nachttemperatur. Dann keimen die Rasensamen aus, solange der Boden feucht gehalten wird. Je nach Bedürfnissen bietet der Handel unterschiedliche Rasenarten: von robusten Gebrauchsrasen, über Zierrasen bis hin zu Trockenrasen. Für die Neuanlage wird der Boden erst aufgelockert und 20 – 30 cm tief ausgehoben. Weitere Wurzeln werden entfernt, damit sie später nicht wieder durchtreiben. Mithilfe von Bodenverbesserern, wie Tonmehl, Sand oder Rindenhumus wird nun der Boden vorbereitet und eingefüllt. Als Starthilfe für eine gute Entwicklung des Rasens empfehlen sich Dünger und Humus, zum Beispiel mittels Kompost. Wer weniger eigene Hand anlegen möchte greift gleich zur Rasentragschicht, welche dem Rasen einen einfachen Start in den Sommer ermöglicht.

Gartennützling Kröte

Kräutergarten

Nachdem die Beete mit humusreicher Erde vorbereitet wurden können Kräuter nach Belieben angebaut werden. Für den perfekten Feuchtigkeitshaushalt bietet sich eine Kräuterspirale an. Aber auch als Bodendecker bieten sich die wohlriechenden Kräuter an. Petersilie, Schnittlauch, Dill und Minze können nach den Eisheiligen im Freien ausgesät und Vorkulturen von Basilikum, Oregano, Kerbel, Rosmarin sowie Salbei können ins Beet gesetzt werden. Sollte sich doch noch Nachfrost ankündigen können sie mit einer Folie abgedeckt werden. Gegossen werden sollte nun reichlich und bei entsprechenden Temperaturen auch zwei Mal täglich direkt an den Wurzeln. Damit die Pflanze schnell wieder nachwächst sollten bei der Ernte circa 10 – 15 cm des Krautes stehen gelassen werden.

 

Komposthaufen

Nach dem ausgiebigen Winterschlaf der Mikroorganismen tobt nun auch das blühende Leben im Komposthaufen. Dieser sollte nun umgeschichtet und der Kompost auf die Beete gebracht werden. Ein neuer Standort kann sich ebenfalls positiv auf den Verrottungsprozess auswirken.

 

 

Gartennützling Igel

Pflanzenschädlinge bekämpfen, Pflanzen stärken

Eine weitere Herausforderung bei herrlichem Frühlingswetter und warmen Temperaturen sind Pilze und Insekten, die die Pflanzen schädigen. Mehltau und Blattläuse sorgen nicht nur für einen unschönen Anblick; sie rauben der Pflanze auch Nährstoffe, was für Obst und Gemüse negative Auswirkungen auf den Ertrag hat.

Was tun? Jede Maßnahme im Garten sollte so gestaltet sein, dass Nützlinge nicht zu Schaden kommen. Daher unterstützt ein Sud aus Ackerschachtelhalm oder Brennnesseljauche die Pflanzen und bekämpft nebenbei noch die Schädlinge, ohne den Nützlingen an den Kragen zu gehen. Befallene Blätter sollten im Hausmüll entfernt werden. Ein naturnaher Garten mit verwilderten Ecken lockt zudem schädlingsfressende Nützlinge, wie Marienkäfer und Florfliegen, an.

Nachdem Beete abgeerntet sind ist eine Gründüngung mit Lupinen, Luzerne, Weißklee und Phazelie sinnvoll, um den Boden aufzulockern und Nährstoffe für Pflanzen und Bodenlebewesen anzureichern. Auch Erbsen und Bohnen dienen als Gründüngung und liefern gleichzeitig Früchte.

Gartennützling Marienkäfer
Gemüsebeet mit Radieschen, Lauch, Petersilie