Aktuelles aus dem LAV Erdenwerk

LAV Aktuell – Gartentipps April

Der Garten im April - Was ist zu tun?

Der April ist ein sehr arbeitsreicher Monat, bietet aber auch die ersten Erträge und eine tolle Blütenpracht. Um diesen in allen Facetten genießen zu können habe wir hier ein paar Tipps für Sie:

Obst- und Gemüsegarten

Fast alle Gehölze lassen sich nun im Garten gut anpflanzen oder können umgesetzt werden. Bei einigen Sträuchern ist es von Vorteil, die Eisheiligen im Mai abzuwarten. Nach der Forsythienblüte können weichholzige Pflanzen (z.B. Rosen), Sträucher und Halbsträucher (z.B. Kräuter) zurückgeschnitten oder ausgelichtet werden. Hochbeete sollten, wenn nicht bereits im März erfolgt, nun startklar gemacht und neu befüllt werden. Alle 7 Jahren empfiehlt es sich das Hochbeet komplett auszutauschen; mit Holzhackschnitzeln oder kleinen Ästen als Basis und Pflanzkübelerde. Der Komposthaufen kann nun umgesetzt und an Obstbäume und Sträucher ausgebracht werden.

Wer bereits in den Vormonaten ausgesät hat kann nun die erste Ernte einfahren: im Freien sind das beispielsweise Rucola, Blattsalate, Chicorée, Lauch, Spinat, aber auch Spargel und Rhabarber. Aus dem Gewächshaus kann man Kohlrabi, Knollensellerie, Mangold und Radieschen genießen.

Damit auch in den kommenden Monaten der Tisch reich gedeckt ist können von Kohlgemüse, Kürbisgewächsen, Kräutern, Bohnen, Tomaten, Paprika und Mais Vorkulturen gezogen werden. Kürbisgewächse, wie Zucchini und Gurken sind Starkzehrer und benötigen regelmäßige Düngung mit Komposterde – oder man setzt sie nach den Eisheiligen direkt in den Kompost. Gemüse wie Aubergine, Paprika und Physalis können auch schon mal ein bisschen Frischluft schnappen, wenn die Außentemperatur über 8°C liegt – jedoch darauf achten, dass die jungen Pflänzchen keinen Sonnenbrand bekommen.

Ab einer Bodentemperatur von 7°C können viele Kulturpflanzen direkt ins Beet gesetzt werden: Wurzelgemüse, Blattsalate, diverse Kohl-, Lauch- und Zwiebelsorten, Mairübe, Mangold, Fenchel, Kohlrabi, Erbsen und Kräuter wie z.B. Kapuzinerkresse. Kartoffeln können auch gesetzt werden.

Im Obstgarten sollten die Sommer-Himbeeren gelichtet und die Herbsthimbeeren, wenn noch nicht geschehen, zurückgeschnitten werden, Erdbeeren gepflanzt und Obstgehölze mit Grünschnittkompost gedüngt werden. Ausnahme macht hier die Heidelbeere, die einen sauren Boden (Rhododendronerde) benötigt. Quitten können nach dem Frost nun auch gepflanzt werden.

erste Ernte bei Feldsalat
Zierquitte Blüte
Erden & Substrate
Erdbeerpflanze
Gemüsebeet mit Radieschen, Lauch, Petersilie
Bodenverbesserer
Hochbeet

Ziergarten und Rasen

Der Ziergarten blüht noch gut von den Frühjahrsblühern, Hyazinthen und Tulpen. Einjährige Sommerblumen wie Kapuzinerkresse, Löwenmäulchen, Mohn, Ringelblume, Dahlien, Gladiolen, Lilien, Rosen können direkt ins Beet gesät oder die Zwiebeln, Knollen und Wurzeln eingebracht werden. Akelei, Aster, Männertreu und Sonnenblumen finden es noch ein bisschen zu frisch und sollten daher auf der Fensterbank vorgezogen werden. Der Rhododendron kann nun auch gepflanzt werden. Für diesen bedarf es eine spezielle Rhododendronerde, da er sauren Boden mag. Für Bodendecker sollte der Boden gelockert, Gras und Beikrautwurzeln entfernt und die Ableger direkt gepflanzt und mit Rindenhumus gemulcht werden.

Auch der Rasen benötigt nun wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Sobald er angetrocknet ist sollte er mittels Vertikutierens von Moss befreit werden. Damit jedoch nicht übertreiben, da sonst die Grasnarbe zu sehr strapaziert wird. Mit organischem Dünger, um den Heuschrecken und anderen Insekten ein angenehmes zu Hause zu geben, und regelmäßigem Mähen können kleine Löcher wieder geschlossen werden.

Rhododendron
Löwenzahn ist mit die erst Nektarquelle im Jahr für Insekten: Kohlweißling auf Löwenzahn

Fauna im Garten

Auch andere Tiere benötigen im Frühjahr besonderen Schutz. Unbedingt zu berücksichtigen ist die Brutzeit der Vögel: Gehölze (Bäume und Sträucher) dürfen ab 1. März nicht mehr zurückgeschnitten werden. Ausnahme bildet ein Pflegeschnitt bzw. die Kleingartenordnung für Pflanzen am Wegesrand oder zum Nachbarn hin. Vorher sollte der Strauch jedoch unbedingt auf Nester untersucht werden. Ein Auslichten kann hier den Verlust der Brut bedeuten, da Beutejäger freie Sicht auf den Vogel-Kindergarten haben. Ein Insektenhotel und eine Sandfläche im Garten bieten Bestäubern ein Zuhause, eine Wildblumenwiese mit fruchtbaren Blühpflanzen bietet zusätzliche Nahrung – auch nach der Blütezeit der Obststräucher, eine Vogeltränke sorgt für ausreichend Flüssigkeit für die gefiederten Freunde und eine wilde Ecke mit morschem Holz, Blätterhaufen und Reisig bietet Unterschlupf für Erdkröten und Igel, die sich an den Schnecken gütlich tun.

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